Wohnmobilsuche

Nachdem wir uns entschieden haben ein Wohnmobil zukaufen, ging die Sucherei im Internet los.

Ach was waren da für tolle und verschiedene Wohnmobile zu finden und die Preise erst, die nahmen uns schier die Luft und zogen uns die Socken aus.

Endlich hatten wir eins in unserer Preiskategorie gefunden und entschieden uns es uns anzuschauen. Es stand nur ca. 40 km von uns entfernt und so nahmen wir unser Geld und fuhren los. Ach ja vorher hatten wir noch einen telefonischen Termin mit dem Besitzer ausgemacht.

Nun wir kamen dahin sahen das Wohnmobil, es war ein Weinsberg, Alkoven und ja von der Ferne sah es ganz gut aus. Voller Vorfreude nahmen wir den Schlüssel vom Besitzer entgegen und stürmten los. Je näher wir kamen umso schlimmer sah es aus, die Außenhaut rissig, die Leiter wo man aufs Dach gehen konnte war nicht mehr fest, man konnte es von oben nicht begutachten – vielleicht sah es von innen ja super aus.

Guten Mutes gingen wir hinein und was wir dort sahen war furchtbar. Überall Dreck, Schmodder einfach eklig ich bin sofort rückwärts wieder hinaus. Das Wohnmobil hatte zwar frischen TÜV und eine neue Gasprüfung erhalten aber wie das zustande kam ist uns bis dato noch schleierhaft. Es hatte mit seinen Besitzern bestimmt schöne Zeiten erlebt, es sah sehr verlebt aus aber die hatten scheinbar vergessen es auch mal zu putzen und zu pflegen. Gut, es war das erste was wir uns angeschaut hatten, nicht verzagen weiter suchen.

 

Das zweite welches wir uns ernsthaft anschauten war ein Hobby 600 Teilintegriert Baujahr 1990, die hatten es mir irgendwie angetan. Ich war anhand der Bilder im Internet bei einem bestimmten Portal Feuer und Flamme, Also samstags morgens ab ins Auto und losgedüst, es könnte ja einer schneller sein wie wir und es uns vor der Nasen wegholen. Auch hier hatten wir nur ca. 60 km Fahrt. Endlich angekommen sind wir zielstrebig auf den Hobby zu, der Händler kam auch sofort heraus mit Schlüssel in der Hand aber wie wir davor standen, wollte ich gar nicht mehr hinein. An den Scheiben lief von Innen das Wasser herab. Wir wollten eigentlich ein trockenes Wohnmobil, keine Badewanne auf 4 Rädern.

Elio fiel ein das er ganz in der Nähe noch eins gesehen hat, der Händler aber geschlossen hat. Trotzdem sind wir die 20 km noch gefahren und haben es uns angeschaut. Es war ein Dethleffs,  Alkoven Baujahr 1993, 6,65 m lang und naja bessere wie die anderen zwei war es schon. Wieder Erwartens war der Händler doch da und wir konnten es uns auch von innen anschauen. Es war gepflegt, roch nicht muffig, war sogar aus 1. Hand. Elio ist es sofort Probe gefahren – ja es war leider zu teuer und es musste noch viel daran gemacht werden.

Wir fuhren wieder heim und es war uns klar wir mussten noch etwas sparen!

Das mit dem Geld hatten wir schnell geklärt, also ging die Suchen weiter. Wir wussten auch noch nicht was wir wollten Alkoven, Teilintergiert, Vollintegriert, Kastenwagen oh je es war schwer.

Nächstes Wochenende hatten wir wieder welche rausgesucht, diesmal etwas weiter weg – aber immer noch im Umkreis von 100 km. Es war ein Weinsberg Ti 600 Imperial Baujahr 1991. Er war nicht schön, hatte viel Alurost und innen hat einiges gefehlt. Ach ja wieder nichts. Aber wir wussten das in der Nähe noch ein Elnagh zu verkaufen war (was eigentlich von Anfang an mein Favorit war), also rief ich da an und bekam zu hören: tut mir leid, der ist vor einer Stunde verkauft worden. Okay Adieu du Traum von Wohnmobil Elnagh.

Aber wir gaben nicht auf. Täglich durchstöberten wir das Netz und eigentlich hatten wir beide den gleichen Favoriten, es fehlte nur noch etwas Geld, außerdem waren wir uns immer noch nicht einig was wir wollten. So fuhren wir mal zu RC-Reisemobile nach Mannheim, war ja nur ca. ½ Std. Fahrzeit von uns aus.

Ich weiß nicht in wie vielen Wohnmobilen wir drin waren, aber ab da stand für uns fest, wir möchten eine Teilintegrierten. Alkoven hatte ich Probleme mit Platzangst und wusste nicht wie ich da hoch kommen sollte, Kastenwagen war bei meinem Hüftgold zu eng, Vollintegrierter gefiel uns nicht wirklich. Also sollte es ein teilintegriertes Wohnmobil werden und da standen so viel schöne darum aber nichts in unserer Preisklasse. Wir entschieden noch nach Mainz zu Moser Caravaning zu fahren, da waren sehr viele auch die uns gefielen aber das liebe Geld - ach furchtbar.

Dann entschieden wir uns mal unser Favorit ein Fiat Ducato ZFA290 mit Bürstner Aufbau Baujahr 1994 und wenig Kilometer anzusehen.

Das Geld hatten wir zusammen. Angerufen, Termin ausgemacht und abends nach Feierabend von Elio noch losgefahren, es waren ca. 200 km, das Mobil war noch angemeldet und wir aufgeregt. Wir kamen dann um 18.00 Uhr endlich an, sahen das Wohnmobil in der Einfahrt stehen und es war uns klar wenn es nicht gerade Schrott ist sind wir am Ziel angelangt. Nach genauer Besichtigung und Riechprobe und Testen machte Elio eine Probefahrt, ich musste bei unserem Hund im Auto bleiben. Ja Probefahrt war erfolgreich und wir wurden uns Handels einig. Juchhe wir hatten endlich ein Wohnmobil!

Die Heimfahrt war furchtbar, Regen, Stau, das volle Programm, aber trotzdem waren wir froh dass wir es endlich geschafft hatten unser Traum-Wohnmobil zu kaufen.

So waren wir dann endlich stolze Besitzer eines Wohnmobiles und hatten uns unseren Traum erfüllt.

Jetzt durfte ich auch endlich das Zubehör für den Haushalt kaufen. das hat allerdings nicht lange gedauert, ich hatte ja das meiste schon rausgesucht, es musste nur noch bestellt werden.

  

Wir konnten es kaum abwarten, das erste Mal loszufahren.